Bezirksapostel Zbinden besucht unsere Gemeinde

Aufgrund der Bezirksapostelversammlung zu Pfingsten 2019 im benachbarten Goslar besuchten die anwesenden Bezirksapostel und Apostel am Mittwoch, dem 5. Juni, die umliegenden Gemeinden.

In Wernigerode hielt Bezirksapostel Jürg Zbinden (Schweiz) den Abendgottesdienst für die Gemeinden Wernigerode und Blankenburg, begleitet von Apostel Fred Wolf (Thailand) und Apostel Jens Korbien. Der Bezirksapostel legte seinem Dienen das Bibelwort aus Jeremia 17, die Verse 7 und 8 zugrunde: „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.“

Mit Blick auf den im Bibelwort angesprochenen Segen des Herrn verwies der Bezirksapostel auf die dafür notwendige Voraussetzung, welche der Prophet ebenfalls benennt: Gott zu vertrauen und seine Hoffnung in ihn zu setzen. Worauf vertrauen wir? Zunächst vertrauen wir auf Gottes Wort – sein Evangelium. Das müsse jedoch auch unser Leben durchdringen. Wenn wir Gottes Rat wahrnehmen und dem von ihm gelegten Weg zum Heil durch Jesus Christus erkennen und trotzdem unsere eigenen Wege gehen, nehmen wir Gott nicht ernst. Dann müssen uns die Frage stellen, ob wir Gott wirklich vertrauen. Mögen wir dieses Vertrauen in Gottes Rat und seine Wege auch behalten, wenn unsere menschlichen Erfahrungen dem entgegen stehen.

Weiterhin rief der Bezirksapostel dazu auf, Vertrauen in Gottes Gebot der Liebe zu haben und es nicht als Schwäche anzusehen, sich mit dem Nächsten versöhnen zu wollen. Es ist eine Stärke. Mögen auch wir immer darauf vertrauen, dass Gottes Liebe zu uns Vertrauen in den Herrn – ohne Vorbehalte und Voraussetzungen – nicht aufhört, auch wenn wir Gott diese Liebe möglicherweise nicht erwidern können oder ihn anklagen.

Wir wollen auch Vertrauen in Gottes Allmacht haben, dass er seine Zusage, die Wiederkunft seines Sohnes, einlöst. Darauf können wir hoffen. Weiterhin dürfen wir auf Gottes Gnade hoffen, welche durch das Opfer seines Sohnes möglich geworden ist und uns die Chance eröffnet, im neuen Wesen zu wachsen. In diesem Vertrauen und in dieser Hoffnung zeigt sich der Segen Gottes in seiner Nähe zu uns, in der Gemeinschaft mit ihm und Jesus Christus. Wer tief in dieser Gemeinschaft verwurzelt ist, dem kann auch die Hitze durch Anfechtung und Trübsal nichts anhaben. Es ist Segen Gottes, wenn uns auch in solchen Lebenslagen die Kraft zum Tragen nicht ausgeht. Bezogen auf das Bild des Propheten Jeremia im Bibelwort zeigen sich selbst zu Zeiten der Dürre Früchte, welche uns untereinander satt machen und dem Geben -den, trotzdem er abgibt, bereichern. Diesen Dienst am Nächsten zu erbringen, ist ebenfalls Segen Gottes.

Zum Mitdienen rief Bezirksapostel Zbinden den für Thailand und weitere Länder zuständigen Apostel Fred Wolf. Trotz seiner weitentfernten Einsatzgebiete diente er der Gemeinde – als gebürtiger Schwabe – in deutscher Sprache. Er nahm Bezug auf die meist spärlichen Anfänge seiner Tätigkeit in den von ihm betreuten Ländern, wo die Allmacht Gottes und sein Wirken über teils lange Zeit nicht sichtbar und offensichtlich sind. Die Wunder Gottes sind jedoch oft erst im Kleinen zu erkennen und nach einer gewissen Zeit. Mögen wir Vertrauen in die Allmacht Gottes und seines Segens behalten und uns bewusst sein, dass unsere Vorstellungen und Erkenntnisse begrenzt sind.

Im Anschluss an den Gottesdienst blieben die Geschwister mit den Aposteln noch zu einem Imbiss beisammen.