„Neue Chance“ – Ökumenisches Friedensgebet am 20.11.

Verbunden mit der Mitarbeit im Ökumenischen Arbeitskreis Wernigerode war unsere Gemeinde erstmalig mit der Durchführung eines abendlichen Friedensgebets im  Rahmen der Friedensdekade 2018 betraut. Das Gebet stand unter der Überschrift „Neue Chance“ und wurde von unserem Vorsteher Andreas Lutz geleitet. Während der Winter am Dienstagabend des 20. Novembers die Stadt erstmalig mit einer weißen Decke überzog, kamen um 18 Uhr rund 30 Christen verschiedener Konfessionen in der Sakristei der St. Sylvestrikirche zusammen.

Nach einem Moment der Stille begann die Friedensandacht mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchzieht“.

Die zugrundegelegte Bibellesung aus dem Römerbrief lenkte den Blick auf das Gute und Wohlgefällige des Göttlichen Willens und schloss mit der Aufforderung, das Böse mit Gutem zu überwinden (Römer 12, 2.17-21).

Im Bezug auf die Überschrift „Neue Chance“ verwies unser Vorsteher auf Jesus Christus, der seinen Mitmenschen neue Chancen eröffnete, das Böse – die Sünde – zu überwinden: der Ehebrecherin oder dem Schächer am Kreuz. Durch Jesu Opfertod eröffnet sich auch für uns immer wieder eine neue Chance, Gnade und Heil zu erlangen. Damit verbunden bleibt aber auch jeden Einzelnen die Aufgabe, auf das Gute bedacht zu sein und das Böse zu überwinden. Sie schließt auch das Bemühen um Frieden im Großen wie im Kleinen mit ein.

Dass dies auch in größter Not und Bedrängnis möglich ist, zeigen eindrucksvoll die im Eingangslied gesungenen Verse des Textdichters Horatio Spafford, dessen Lebensgeschichte von gravierenden Schicksalsschlägen geprägt war.

Im anschließenden gemeinsamen Friedensgebet brachten die Anwesenden ihre persönlichen Bitten um Frieden zum Ausdruck. Diese bezogen sich sowohl auf die aktuell großen Konflikte dieser Welt in der Fürbitte für die Betroffenen und Helfer als auch dem Wunsch nach Frieden in unserer Stadt und im eigenen Herzen.

Feierlich klang dieses neunte von zehn Friedensgebeten mit dem Abendlied „Herr, bleib bei mir“ aus.